Der Artikel ist auch nachzulesen in der "Turm ist raus", Ausgabe 20.

Wir überlegten, welche Verbesserung uns eine gleichmäßige Unterwasserfahrt bringen könnte. Durch die Vielzahl der Modelle, die man in Neulengbach sah, hatte man sehr gute Vergleichsmöglichkeiten.

Zwei Möglichkeiten, die sich erfolgversprechend anboten, waren Tauchtank oder Lageregler. Die Variante Tauchtank wurde verworfen, nachdem KALEU Pfeiffer sein Modell vom Boden des Beckens nur mit Hilfe menschlicher Tauchtanks rauf bekam, und wir auch im freien Wasser fahren wollen. Was in einem Schwimmbecken noch zu retten ist, bedeutet in einem See meistens den Totalverlust. Die Entscheidung für einen Lage- und Tiefenregler, wurde nach eingehenden Beratungsgesprächen mit Kollegen bei der Modellbau 2001, getroffen. Für das Modell U-47 sind achtern, drei Ausgänge mit Faltenbälgen vorgesehen. (Seitenruder, Tiefenruder und Ein-Aus- Schalterbetätigung).

Es erschien uns sinnvoll, dass der Regler nur auf die hinteren Tiefenruder wirkt, um mit der Hand die vorderen Tiefenruder steuern zu können. Daher wurde der für das Tiefenruder vorgesehene Servo, gegen zwei kleinere Hubschrauberservos (wegen der Dauerbelastung), ausgetauscht. Der Durchgang für den Ein-Aus-Schalter wurde für die Betätigung des vorderen Tiefenruders verwendet.

Also bestellten wir zu dem Regler, auch noch eine magnetischen Betriebsschalter bei Norbert Brüggen. Beide trafen auch nach einiger Wartezeit ein. Die beengten Verhältnisse bei U47 machten es erforderlich, dass unser alter Robbe 100 Fahrtenregler, gegen eine moderneren, kleineren ausgetauscht werden musste, um Platz für den Lage- und Tiefen-Regler zu schaffen. Der Fahrtenregler wurde auf die Unterseite verbannt. Wenn man schon beim Umbau war, wurde auch gleich eine Beleuchtung eingebaut, um auch an Nachtfahrten teilnehmen zu können.

Für die Fahrt nach Kärnten, wo wir unseren Urlaub am Längsee verbrachten, fertigten wir noch eine Kiste für den Transport am Dach an. Am Längsee angekommen, wurde das Boot sogleich gewassert, und der Testlauf konnte beginnen. Nach kurzer Einübung hatten wir U47 voll im Griff, und konnten in gleicher Tiefe fahren. Es war uns eine große Genugtuung, dass unsere Überlegungen stimmten.




Peter und Andreas Bayerl