Der Turm

Peter Horvath

8.November 2003 – 18.2.2004

Bauzeit ca. 60 Stunden


Zuerst wurden bei der recht gut verarbeiteten GFK – Form des Turmes kleine Unebenheiten und Fehler mit Autokitt gekittet und geschliffen. Der im Maßstab 1:1 gehaltene und beiliegende Plan war nicht sehr aufschlussreich punkto Details und Ausführung der Beschlagteile. Am besten - meiner Ansicht nach - vom Plan abzulesen, war die Form der Reling für die beiden Plattformen. Mittels Holzschablonen wurde die Reling aus 1,5 mm und  1 mm Messingstangen geformt und gelötet. Wichtig ist dabei schon eine gewisse Fertigkeit und Genauigkeit sowie eine gewisse Kenntnis von Lötarbeiten.

Beim Studium etlicher Bücher und Fotos vom Typ IX konnte ich die Ausführung der Geschütze und Turmdetails wie Geländer, Stützen, Stiegen, Munitionsbehälter u.s.w festlegen. Man muss auch etwas Phantasie spielen lassen, wobei man den Maßstab 1:40 nicht vergessen darf. Aber ich glaube, es ist ganz gut gelungen und das Endergebnis liegt sehr nahe am Original.  Es wurde beschlossen, die ursprüngliche Version des Bootes, besonders die Geschütze, wesentlich zu ändern.

Nach Originalfotos von Herrn Bredow wurde die Bewaffnung auf folgende Ausrüstung geändert: Obere Geschützplattform 2 x 2 cm Zwillingsflak, untere Geschützplattform 1 x 3,7 cm Flak. Die Geschütze aus Messingguß und Kunststoff sind recht gut gearbeitet und waren nur leicht nachzubessern. Mit Superkleber und „Uhu Plus sofortfest“ war der Zusammenbau relativ einfach. Allerdings war für die Bewaffnung keinerlei Plan vorhanden. Wenn man keine Fotos zur Hand hat und vorher nicht weiß wie die Geschützen aussehen sollen, war es schwierig.

Das ursprüngliche Angriffssehrohr wurde durch ein detailgetreueres Sehrohr, das Hans gebaut hatte, ersetzt- Der beiliegende Peilrahmen sowie die Funkmessantenne jedoch waren sehr schön gearbeitet und verwendbar. Beides wurde aus Messingguß hergestellt und war mit Superkleber ebenfalls gut zu bearbeiten.

In der Turminnenseite wurden die Auftritte für die Ausguckmannschaft aus 1 mm ABS – Resten hergestellt und innen angeklebt. Sehr gut macht sich noch die innere Auskleidung mit echtem Holz wie beim Original. Kleine Streifen aus 1 mm Holzfurnier wirkten optisch sehr gut.


Eine Herausforderung war sicherlich der Einbau des Schnorchels.

Toni und Kurt bauten das Oberdeck mit Einschnürung am Vorschiff.

Beim Original erhoffte man sich eine schnellere Tauchzeit.


Bei diesem Modell wurde wie beim Original dieser Baureihe das 10 cm Deckgeschütz nicht verwendet und ein Schnorchel eingebaut. Nachdem die richtige Position festgelegt war, baute Toni am Oberdeck die Ausnehmung für den klappbaren Schnorchel. Den Schnorchelkasten konstruierte er ebenfalls aus ABS-Resten.

Mit einer 4 mm Gewindeschraube und einem Messingrohr fertigte ich die Achse zum auf- und abklappen des Schnorchels. Schwierig war noch die Herstellung der Zuluftleitung die außen am Turm angebracht war. Nach einiger Überlegung bezüglich des Materials entschied ich mich für 5 mm Kupferkabel da man dieses sehr gut in die gewünschte Form biegen konnte.

Mittels zwei zugeschliffenen Schraubenmuttern baute ich am Schnorchel und der Zuluftleitung die Anschlussflansche nach. Weiters konnte ich noch aus Resten aus der Bastelkiste das Funkortungsgerät „Bali“  herstellten. Wie beim Original für Unterwasserfahrt montierte ich es am Schnorchelkopf .


Als Abschlussarbeit wurde der Turm mit zwei Stück M 3 Gewindestangen und „Uhu Plus endfest“ am Oberdeck festgeklebt. Für die Fixierung des Schnorchels am Turm verwendete ich die mitgelieferte Halterung und ABS – Reste.

Als dann auch die Montage des Turmes an das Oberdeck erfolgt war, konnte mit dem Zusammenbau des Decks mit dem Rumpf begonnen werden.