Es war Winter 2003/2004 als Stefan und ich zum 25. Mal den Klassiker "Das Boot" ansahen. Doch diesmal war alles anders – der Erfindergeist wurde geweckt, selbst ein U-Boot zu entwickeln. Gleich am selben Abend wurden die ersten Pläne ausgetüftelt und schon über die Zukunft gelacht, wenn wir am Meer stehen, unser "Bootal" ins Wasser lassen und einen fetten Grinser am Gesicht aufziehen.

Nachdem wir einen sehr detaillierten Plan entworfen hatten, fingen wir an unsere Komponenten zusammen zu suchen. Unsere ersten Anfänge begannen mit einem Holzrumpf aus dünnem Laubsägeholz, das wir mittels Vorlagen zurechtschnitten und mit Verstrebungen untereinander verbanden – eine eher wacklige Geschichte mit viel zu wenig Platz. Etwas stabileres, trotzdem billiges musste her à Alu und Plexiglas! Durch einen Freund meines Vaters bekamen wir Reststücke von einer Schlosserei und Plexiglasplatten.

Nun, da unser erster Versuch in die Hose ging, überkam uns unser Temperament und wir zerstörten in 10 Sekunden 8 Stunden Arbeit. Das Bauprojekt Rumpf wurde auf Eis gelegt und wir begannen mit dem Innenleben des Bootes – dem Ballasttank.

Unsere erste Idee war, einen Hohlraum per Pumpe zu fluten und mit Pressluft aus CO2 Kapseln zu lenzen.  Die rechteckige Plexiglaskonstruktion sollte einen Druck von mind. 8 Bar standhalten, um mehrere Male den gesamten Hohlraum lenzen zu können. Der erste Testversuch endete in einem halben Desaster. Der Deckel der Konstruktion hielt dem ungeheuren Druck von 0,5 Bar nicht stand und ging im wahrsten Sinne des Wortes fast ins Auge.

Durch Verstärkung der Kanten durch modernste Klebebandtechnik wurde beim zweiten Testlauf ein Druck von 0,6 Bar erreicht, das dem Berstdruck entsprach.

… Eine neue Idee musste her.