Revell-VIIC fahr-u. tauchfähig

Der Artikel ist auch nachzulesen in der "Turm ist raus", Ausgabe 34.

Von Peter Mistlbacher / Felixdorf

Halli Hallo liebe Modellbaufreunde da bin ich wieder nach längerer Pause!

Ich melde mich mit dem Baubericht über den Bau meines Revell VIIC Bootes im Massstab 1:72, ferngesteuert (IGU-intern „sterngefeuert“) und dynamisch tauchfähig.

„Na endlich ist es da“, war damals mein erster Gedanke als mich IGU-Kollege und Freund Anton Schwarz anrief und mir mitteilte, dass er das von Hans Hofmann bestellte Modell für mich mitgenommen hatte. Tags darauf lieferte Anton frei Haus. Jetzt hatte ich es endlich in Händen, ein fast ein Meter langer Überkarton darin der Bausatz auf den viele Modellbauer ein Jahr lang gewartet hatten.


Das erste genaue Inspizieren des Inhaltes dauerte dann aber noch vierzehn Tage. Ihr kennt das ja sicher auch, den ganzen Tag viel Arbeit und am Abend todmüde ins Bett. Dann aber war es soweit und ich habe mit dem Entgraten der Spritzgussteile begonnen. Ich baute genau nach Plan in der Ausführung mit den offenen Torpedorohrklappen. Ich hatte eine gewisse Vorahnung und klebte die Torpedorohreinheit zusammen  (Baustufe 1-3). um sie in die mit Klammern zusammen gehaltenen Rumpfhälften einzupassen und siehe da, mein Gefühl hatte mich nicht getäuscht. Der Bugspant mit den Torpedorohren war im Kielbereich zu breit und drückte die Rumpfschalen auseinander.

Nach dem der Teil eingepasst war, wurde die vordere Rumpfhälfte zusammen geklebt. Danach wurde die Hecktorpedorohrmündung eingepasst und der Rest der Rumpfschale verklebt (Baustufe 8). Die Spanten 12 und 13 wurden nicht eingeklebt sondern nur gesteckt (die beiden Öffnungen in 12 und 13 wurden vorher vergrößert um das Druckkörperrohr aufzunehmen es darf jedoch nicht größer als 45mm Durchmesser sein, da sonst das Rohr nicht mehr eingefädelt werden kann. ) Siehe Skizze auf Baustufe 5. bzw. 7. in der Bauanleitung.

Als nächstes wurden die beiden Stevenrohrdurchführungen in die Rumpfschale gefräst. Dazu habe ich die Bauteile 23 und 25 an die Schale angepasst und danach verklebt. Während der Trocknungszeit arbeitete ich am Oberdeck, aber dazu später. Gebohrt wurde mit einem  vier Millimeter Bohrer, passend zu den verwendeten Stevenrohren der Firma Graupner. Diese wurden vorerst nicht eingeklebt. Wenn die Rohre genau passen, Kontrolle mit Bauteil Nr.:28 (Wellenführung) werden die Teile Nr.: 22 und 24 verklebt.

Jetzt wo alles genau passt, entspricht das der Baustufe 12. Ja, alles, bis auf die beiden Schiffschrauben, die bei meinem Bausatz so schlecht gespritzt waren, dass die Blätter schon beim Abschneiden vom Spritzgrat abfielen. Ich verwende deswegen 25mm 3 Blatt Schrauben ebenfalls von Graupner und habe den Durchmesser auf 20 mm reduziert.


In Baustufe 13 arbeitete ich wieder nach Plan, die hinteren Tiefenruder sollten so schwergängig sein dass sie nur mit der Hand verstellt werden können. Die genaue Einstellung ist später wichtig für die Taucheigenschaften, da das Modell dynamisch tauchen soll.

Jetzt sind die Baustufen Nr. 14 und 15 an der Reihe in der die Ruderanlage eingebaut wird. Die Bohrungen für die Ruderwellen habe ich auf drei Millimeter aufgebohrt um die mit einem Messingrohr verlängerten Wellen durchzustecken. Die Ruderarme sind aus drei Millimeter Stellringen hergestellt. Anstelle der Madenschrauben verwende ich längere Messingschrauben als Hebel. Die Messingrohre wurden mit dünnflüssigem Superkleber mit den Rudern verklebt, anschließend wurde der Ruderschutz, bestehend aus den Bauteilen Nr :37und 38 nur in den Kiel gesteckt und die beiden Teile verklebt. Nicht jedoch mit dem Rumpf, da man die Ruder auch noch ausbauen können sollte. Bei den vorderen Tiefenrudern verwendete ich ebenfalls einen Stellring mit einer Messingschraube und da die Ruderblätter Nr.39 und 41 gegengleich abgeflachte Wellenenden haben, ist hier die Montage recht einfach. Die Tiefenruderschutzbügel Nr.40 und 42 sind ebenfalls nur eingesteckt um eine eventuelle Demontage zu ermöglichen.

Damit ist der Rumpf lackierfertig. Baustufe 17.


Wie schon weiter oben angesprochen komme ich jetzt zum Oberdeck - Baustufe 19.

Grundsätzlich habe ich den gesamten Aufbau laut Revell’s Bauanleitung gebaut. Ich musste dabei nur den RC Einbau berücksichtigen. Die drei an den Rumpf angepassten Decksteile Nr. 64, 65, und 66 mussten abnehmbar bleiben. Ich wollte am Deck keine Schrauben verwenden und habe mir etwas Anderes einfallen lassen.

Ab der Baustufe 20 muss dann jeder selbst entscheiden, wie er weiterbaut, ich hatte von Anfang an vor "Das Boot", die „U96“ zu bauen.

Jetzt beschreibe ich euch einige Änderungen gegenüber der Bausatzversion aufsteigend in der Reihenfolge des Bauplanes da ich ja, wie schon erwähnt, diese Teile zwischendurch gebaut habe. Wenn am Rumpf gerade kein Weiterarbeiten möglich war durch z.B. Trockenzeiten, Lackierung oder fehlendes Material, habe ich eben da weiter gebaut.


Baustufe 20 und 21 - die Sehrohre.

Die habe ich fünf Millimeter unterhalb der Verjüngung abgeschnitten und mit einer Stufe abgedreht, so dass ich sie in ein drei Millimeter Messingrohr einkleben konnte. Am „Flaschenhals“ des hinteren Periskops (Angriffssehrrohr) wurde ein dünner Kupferdraht spiraliförmig nach oben bis unter die Optik gewickelt und angeklebt. Beim Original waren das Stahlseile, die die Schaumbildung reduzieren sollten.

Mit diesem Umbau hatte ich jetzt zwei "runde" Sehrohre die auch für den Transport abnehmbar sind. Am Turmdeck habe ich nur das Turmluk offen eingebaut um eine bessere Belüftung zu gewährleisten. Da  jedes Gramm Auftrieb bei einem so kleinen Modell über die Taucheigenschaften entscheidet, habe ich mich zu diesem offenen Einbau entschieden. Ab hier ging es dann zügig weiter voran (zirka 6 Wochen immer abends).

Ab Bauteil 53, dem 8,8 cm Geschütz.

Im Bausatz ist das Geschützrohr mit einem Mündungsverschluss versehen, der beim Original anfangs durch Leinen gehalten wurde. Diese Halteleinen wurden, um Schlaggeräusche bei Tauchfahrt zu vermeiden, um das Geschützrohr gewickelt und beidseitig an den Höhenrichthandrädern angeschlagen. Am Modell wurde das wie beim Seerohr mit Kupferdraht verwirklicht. Aber so richtig heikel wurde es erst als es schlussendlich an die Netzabweiser und Antennenabspannungen ging. Die wurden ebenfalls aus Kupferlackdraht hergestellt und mussten ebenfalls abnehmbar sein, darum habe ich die Drähte nur mit Haken versehen.

Dadurch kann ich sie zum Fahren einfach aushängen. Wenn das Boot außer  Betrieb ist oder zu Hause in der Vitrine steht, werden sie einfach wieder eingehängt. Ach ja, ihr wisst ja, dass ich keine Geisterschiffe mag und darum habe ich auch noch ein paar Figuren zusammen gesucht und passend in U-Boot-Look gekleidet, sprich bemalt.

So jetzt ist so weit mein VII C Boot fertig zum Stapellauf, oder fehlt da vielleicht noch etwas?

Ja richtig, ohne RC-Anlage und Antrieb wird das wohl nichts mit dem Fahren. Darum beschreibe ich euch im zweiten Teil, der in einer nächsten Ausgaben der „Turm ist Raus“ kommen wird,  die Einbauten und alles was dazugehört.

Bis dahin - herzliche Grüße

Euer Peter