U-Boottreffen Neulengbach 2017

Heuer war es wieder soweit—das traditionelle U-Boottreffen der IGU-Austria stand am Programm und erfuhr seine 11. Auflage.

Am Freitag um die Mittagszeit trafen sich die ersten Mitglieder der IGU um mit den Vorbereitungsarbeiten zum Aufbau zu beginnen. Zeitgleich konnten wir schon die ersten Gäste begrüßen, darunter Annette und Hans-Jürgen Beutner, sowie Stefan Metzger samt Family. Leider durften wir erst ab 15:00Uhr mit den Wohnmobilen ins Badareal hineinfahren, den Gästen machte dies aber nichts aus.

Die Vorhut des Ausbauteams holte vom Hotel Steinberger in Altlengbach an die 40 Garnituren Tische und Bänke auf denen wir beim Treffen unsere Boote abstellen wollten.

Um 15:00Uhr war dann auch der Rest der IGU-Mannschaft eingetroffen und wir begannen mit den eigentlichen Aufbauarbeiten. Das Wetter meinte es am Freitag auch noch gut mit uns, sodass wir beim Schleppen der Tische doch noch ordentlich ins Schwitzen kamen. Die Tische wurden in Position gebracht, das Buffett aufgebaut, Zelte aufgestellt und die Musikanlage vorverkabelt. Es ging alles recht flott voran, sodass wir schon gegen 18:00Uhr mit dem Aufbau fertig waren. Irene Horvath, Christian Mikulics und Alexandra (Lebensgefährtin von Viktor Sladek) übernahmen freiwillig die grauenvolle Arbeit unseren Elektrogriller, den HotDog-Maker und andere Küchengeräte von Ruß zu befreien, was sich als sehr mühselige Arbeit herausstellte. Vielen Dank an dieser Stelle für diese geleistete Arbeit und den freiwilligen Einsatz.

Wer viel arbeitet braucht auch Mampf. Schnell wurde der Entschluss gefasst, dass man ein gemeinsames Abendessen veranstalten wollte. Unsere Freunde aus der Slowakei, Deutschland und der Tschechischen Republik waren jedoch von der langen Anfahrt müde und wollten lieber im Hotel bzw. bei ihren Zelten und Wohnmobilen bleiben uns auf Selbstversorgerbasis entweder Grillen oder anderweitig essen.

Das Aufbauteam verschlug es nach St.Christophen ins Gasthaus Schmölz wo wir gut aßen und uns einen längeren schönen Abend machten. Es gab viel zu erzählen und noch mehr zu lachen.

Am nächsten Morgen, kurz nach 9:00Uhr, erfolgte die offizielle Eröffnung des Treffens. Nach dem Briefing der Teilnehmer durch Hans Hofmann, überreichte unser Neo-Mitglied, Korvettenkapitän a.D. Peter Vietmeier der IGU-Austria ein Modell eines 206A, gebaut aus A-magnetischen Stahl (U-Bootstahl). Diese Modelle, es gibt angeblich an die 30 Stk. davon, werden an U-Bootkommandanten überreicht, wenn sie aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Peter Vietmeier war U-Bootoffizier und hatte dieses Modell aus seinem persönlichen Besitz der IGU vermacht. Hans Hofmann übernahm mit großem Dank das Modell, das uns in Zukunft immer bei Messen begleiten wird.

Nach diesem kleinen feierlichen Akt wurde in gewohnter aber auch traditioneller Weise mit Sekt und Sekt Orange, überreicht von unseren IGU-Damen, auf das gute Gelingen des Treffens angestoßen. Schon kurze Zeit später waren auch schon die ersten U-Boote im Wasser. Es gab wieder einige schöne Modelle zu sehen, darunter alte Bekannte, aber auch das eine oder andere neu gebaute Modell. Leider waren heuer nicht so viele Teilnehmer vorort als im Jahr 2015, dies war aber durch den „Krankheitsteufel“ zu erklären. Leider hatten auch einige IGU-Mitglieder ihre Urlaubsplanung schlecht gemacht, dadurch fehlten auch sie beim Treffen. Nichts desto trotz tat dies der Stimmung keinen Abbruch, wobei wir es schon bedauerten, dass der Eine oder Andere nicht mit dabei war. Dennoch freuten wir uns auch heuer wieder über die Teilnahme von U-Bootmodellbauern aus insgesamt sieben Nationen. Die Fahnen der Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn, Schweiz, Deutschland, Italien und Österreich wehten an der Fahnenstange, direkt neben dem Wasserbecken.

Den ganzen Tag wurde mit den Modellen gefahren, es wurde gefachsimpelt und hin und wieder kamen auch unsere kleinen Frachter zum Einsatz mit denen Kinder ihre ersten RC-Versuche im kleineren Sprungbecken unternahmen. Peter Horvath und Norbert Steinzer übernahmen den Programmpunkt des Kinderfahrens. Leider verschlechterte sich das Wetter am Samstag zusehends, sodass nur wenige Besucher den Weg ins Freibad entlassen werden.

Als Ehrengäste freuten wir uns den Geschäftsführer der Neulengbacher Kommunal GmbH, Herrn. Dipl. KH-Bw. Bmstr. Ing. Manfred Korntheuer begrüßen zu dürfen, als auch den Präsidenten des Marineverbandes Wien Hr. Dr. Richard Eisner. Beide Herren folgten der Einladung der IGU und bekamen von Hans Hofmann eine „U-Boot-Spezialführung“ bei denen die Modelle im Detail erklärt wurden.

So verging der Tag wie im Fluge, man sah fröhliche Gesichter, doch so mancher hob öfters den Blick gen Himmel und betrachtete ihn mit Sorgenfalten. Die große graue Regenwand näherte sich langsam unaufhaltsam dem Badgelände.

Am Abend konnten wir unser gemeinsames Abendessen durchführen, welches wir aber aufgrund der kalten Temperaturen und des Windes in die Umkleidekabinen verlegen mussten. Doch auch hier war es gemütlich und so blieben einige gleich länger sitzen und wärmten sich „von innen“ :-)

Bei den Umbauarbeiten passierte leider ein mittelschwerer Unfall. IGU-Mann Hermann Grubmayr hakte mit seinem Bein bei einer Heurigenbank ein, konnte sich nicht mehr halten, stürzte und schlug ungebremst mit dem Gesicht am Betonboden auf. Hermann war kurz benommen und es war ihm schwarz vor den Augen als ihm unsere Damen aufhalfen und ihm erste Hilfe geleistet wurde. Da sich sein Zustand nicht merklich verbesserte wurde die Rettung gerufen, die ihn dann ins UKH St. Pölten brachte. Hermann wurde aus gesundheitlichen Sicherheitsgründen noch für weitere drei Tage im Krankenhaus behalten und konnte erst am Mittwoch wieder nach Hause entlassen werden.

Der weitere Abend bzw. das Abendessen verlief dank dem Einsatz unserer Damen vom Buffet und unserem Grillmeister Michael Deimel beinahe reibungslos, wenn uns nicht die Grillplatte genau zu dem Zeitpunkt des größten Andrangs, verreckt wäre. Zum Glück hatte Hans‘ Vater in Windeseile eine Ersatzplatte organisieren können, somit konnten wir das Abendessen für alle Teilnehmer, Angehörige und Gäste doch noch (fast) rechtzeitig fertig stellen. Das Wetter hielt sich aber bis zum Abend sodass wir unser Nachtfahren planmäßig und ohne Zwischenfälle durchführen konnten. Zahlreiche Modelle drehten im bunten Scheinwerferlicht ihre Runden und auch viele Besucher säumten den Beckenrand. Auf eine große Show, Nebel und anderen Schnick Schnack haben wir diesmal bewusst verzichtet, war es doch unser Vorhaben das Treffen diesmal so beschaulich wie möglich zu halten. Daher haben wir auch im Vorfeld auf großangelegte Werbung (außer ein paar Plakate und Facebook) verzichtet.

Nach dem Schaufahren kam dann Wind auf und es wurde saukalt, sodass das Verlangen, es sich in den Umkleidekabinen zusammenzusetzen, sehr in Grenzen hielt. Stattdessen beschlossen wir, das Bad dicht zu machen und in ein Wirtshaus auszuweichen. Wir entschieden uns wieder für das Gasthaus Schmölz indem zur gleichen Zeit eine Hochzeit im Gange war. Die Brautjungfern saßen am Nebentisch, wir mit unseren Marinepullovern und Kapperl an unserem Tisch……..man kann sich vorstellen, dass dies ein buntes, schräges Bild gab. Wir saßen bis spät in die Nacht hinein, zwischendurch wichen wir in den großen Saal aus………...plötzlich saßen wir alleine da und der laute Spuk war zu Ende…………

Am Sonntag morgen starteten wir ca. um 10:00Uhr. Und am Sonntag passierte es…….es regnete in Strömen. Es regnete so stark, dass das Wasser schon von allen Seiten kam, sogar schon von unten. Zudem dazu war es auch sehr windig und kaum ein U-Boot war im Wasser. Da wir alle durchgefroren waren und das Wetter immer schlechter wurde beschlossen wir, das Treffen um 13:00Uhr zu beenden. Die Verabschiedungsfeier verlegten wir auch wieder in die Umkleidekabinen, dicht gedrängt standen alle Teilnehmer beisammen und erhielten ihr Souvenierboot und die Urkunde.

Natürlich gab es auch wieder die Wahl zum Schönsten Modell. Diesmal konnte Vlado Randa aus der Slowakei diesen Preis gewinnen. Die Auswahl der zur Wahl stehenden Modelle wurde durch einen U-Bootmodellbauer und zwei Besuchern durchgeführt um eine möglichst faire Auswahl zu treffen. Vlado gewann mit seinem Typ XXI-Modell das er schon seit vielen Jahren immer wieder auf das Treffen mitnahm. Die weiteste Anreise aus dem Ausland ging diesmal an Annette und Hans Jürgen Beutner aus Bremen. Beim letzten Mal wurden sie nur ganz knapp von einem Kollegen geschlagen, der heuer nicht mit dabei sein konnte.

Die weiteste Anreise aus dem Inland hatte unser Neo-Mitglied Korvettenkapitän a.D. Peter Vietmeier, der aus Arzl/Tirol angereist war. Beide Gewinner, besser gesagt alle drei, erhielten zum Dank und zur Erinnerung einen Pokal und eine Urkunde.

Unsere Buffetdamen hatten auch noch eine kleine Überraschung vorbereitet. Unser Freund Martin Velek aus der Tschechischen Republik feierte an diesem Tag seinen 60. Geburtstag. Unsere Damen hatten ihm einen kleinen Kuchen mit einer großen Sprühkerze überreicht und alle Teilnehmer stimmten das Lied „Happy Birthday“ an. Die Rührung und Freude darüber stand Martin ins Gesicht geschrieben.

Nachdem die letzten Teilnehmer die Anreise angetreten hatten begann die IGU mit dem Abbau. Es ging recht schnell, die Tische waren schnell auf den Anhängern verteilt und das Buffet auch schon abgebaut. Doch auch beim Abbau gab es einen Unfall. Hans‘Vater schob mit einem Mercedes-Bus, mit dem wir die Heurigengarnituren zurückgebracht hatten, im Retourgang in das erst drei Wochen alte Auto von Hans‘ Mutter. Der Kotflügel war komplett zerstört, auch der Mercedes bekam ein paar Schrammen ab.

Doch auch irgendwann ging dieser Tag vorüber und es sollten noch fünf weitere Tage folgen bis alles wieder an seinem ursprünglichen Platz weggeräumt war.

Abschließend kann man sagen, dass das Treffen schön, aber leider mit dem Wetter und den Unfällen doch eher durchwachsen war. Womöglich liegt es am Datum, da wir im Jahr 2005 das gleiche Datum hatten und es ebenfalls ein verregnetes Treffen war.

Sei‘s drum, es war schön, wir hatten Spaß und für das Wetter können wir nichts!

Ich möchte mich an dieser Stelle bei meinem Arbeitskollegen und Freund Alexander Sartor, sehr herzlich bedanken. Er war am Samstag als Taucher im eiskalten Becken im Einsatz und fotografierte unsere Boote Unterwasser. Die Auslagen die er hatte, hat und wollte er aus seiner eigenen Tasche bezahlen. Nochmals ein großes DANKE an ihn!

Wir bedanken uns natürlich bei allen Gästen die gekommen sind, die geholfen haben und dazu beigetragen haben, dass das Treffen ein Erfolg geworden ist! Danke an die eifrigen Damen des Buffets, die IGU-Damen für die Mehlspeisen und Hilfe vorort, an meine Eltern fürs Mitorganisieren, Lydia, Anita,…..und Niklas für‘s brav sein :-)

Ich hoffe, wir sehen uns bald bei einen der nächsten Treffen, wo auch immer am Globus das sein wird, sehr bald wieder!

In diesem Sinne

Euer

Hans