Vorwort

von Hans Hofmann

 

Im Juli 2003 veranstaltete eine kleine Gruppe von Mitgliedern der Interessengemeinschaft Modell U-Boote Austria einen Kurzurlaub in Norddeutschland.

Es war viel mehr eine maritime Rundschau als Urlaub im eigentlichen Sinne, denn wir waren ständig auf Achse um alle unsere Reiseziele zu erreichen. Wir besichtigten die U995 in Laboe, die WTD 71 in Eckernförde, sogar ein Besuch an Bord der „U18“ im U-Bootstützung Eckernförde stand am Programm.

Am dritten Tag besuchten wir das „Traditionsarchiv Unterseeboote“ in Cuxhaven unter der Leitung von Herrn Horst Bredow. Einer unserer Freunde und Mitglied der IGU Dietmar Czirr, hatte diesen Besuch für uns arrangiert, für das wir uns an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich bedanken möchten.

Herr Bredow führte uns durch das Archiv und zeigte uns alles was man in nur knapp zwei Stunden sehen und begreifen kann. Wir zeigten Herrn Bredow Fotos von unseren Modellen und erzählten ihm über die Technik der Boote, wie ein Modell gebaut wird und wie es funktioniert. Herr Bredow war sichtlich begeistert und sehr angetan und so ergab es sich im Laufe der Gespräche, dass uns Herr Bredow fragte, ob wir ihm nicht ein Modell des Typs IXD2 mit eingeschnürter Back bauen könnten. Vermutlich blieb im Trubel der Gespräche eine Antwort unsererseits auf Herrn Bredow’s Frage aus. Leider hatten wir nicht mehr Zeit zur Verfügung und wir hatten das Gefühl, dass, kaum hatten wir das Gebäude in der Bahnhofstraße 57 betreten, wir es schon wieder verlassen mussten.

Nach unserer Rückkehr aus Deutschland entsinnten wir uns der Bitte von Herrn Bredow und überlegten uns, dem Archiv ein Modell eines Bootes vom Typ IXD2 mit eingeschnürten Oberdeck zu bauen und als Leihgabe zur Verfügung zu stellen.

Dank eines großzügigen Sponsors war es uns möglich einen entsprechenden Rumpf anzuschaffen und in einer Gruppenarbeit das Boot zu bauen. Sechs Mitglieder teilten sich die Arbeit auf und zwar so, dass einer den Turm, einer das Deck, einer das Unterwasserschiff usw. baute. Am Ende wurde alles zusammengebaut und gehofft, dass es auch zusammenpasst.

Mit diesem Projekt möchten wir eine Brücke zwischen der IGU und dem U-Bootarchiv bauen und zeigen, dass U-Bootmodellbauer „nette Leute“ sind.  Es ist uns bewusst, dass Großzügigkeit heutzutage oftmals ausgenützt wird, und nur allzu selten kommt es vor, dass man sich für Hilfe und Anerkennung erkenntlich zeigt. Wir möchten Herrn Bredow mit dieser Leihgabe für seine jahrelange Arbeit danke sagen und hoffen, auch in Zukunft mit ihm viel zusammenarbeiten zu können.

Wir möchten damit auch bekunden, dass uns sehr viel an der Pflege und Bewahrung von Werten liegt und wir jedem, der so wie wir ernsthaftes Interesse an der Geschichte hat und dieses zeigt, helfen und unterstützen möchten.

Bei unserem Besuch erzählte uns Herr Bredow folgendes: Im Archiv gibt es zwei Arten von Luftballons. Einer ist mit guten Erlebnissen  gefüllt, der andere mit schlechten Erlebnissen. Wir wollen natürlich in den Ballon mit den guten Erlebnissen hineinkommen. Wir bewundern Herrn Bredow sehr für seine Arbeit, was er leistet und geleistet hat und wollen es auf keinen Fall bei diesem einen Besuch belassen.

Wir möchten ein guten Eindruck von uns im U-Bootarchiv hinterlassen und wir glauben, dass mit diesem Modell, mit dieser Leihgabe, uns das auch gelingen wird!

 

In dem folgenden Bericht ist der Bau des Modells stufenweise dokumentiert,  beginnend von der Beschaffung des Rumpfes, bis hin zur Fertigstellung des Modells.

Der Bau des Modells hat uns allen sehr viel Spaß bereitet und wir hoffen, dass dieses Projekt Früchte tragen wird!